Man kommt ja zu gar nix. Seit Wochen will ich hier endlich mal wieder einen Artikel rein packen, was mich in den letzten Wochen, mittlerweile Monaten, so bewegt hat und dabei fliegt die Zeit…
Nun aber am gefühlt letzten Sommertag – 27 Grad am 15.09. in Duisburg – in Höchstgeschwindigkeit ein Abriss, was seit Juni so alles passiert ist.
Events ohne Ende
Viel war los diesen Sommer, das kann man wohl sagen. Auch ohne in die weite Welt zu reisen, gab es genug Veranstaltungen, die auf die eine oder andere Seite meine Aufmerksamkeit erforderten.
FIFA-WM
Fangen wir mit der FIFA-WM an. Auch hier hatte ich mal überlegt, einen eigenen Artikel zu schreiben, um mich über die FIFA auszulassen, aber irgendwie bin ich darüber hinweg gekommen und nach der WM machte es dann auch keinen Sinn mehr.
Ja, die WM. Es ist schon seltsam. Früher (WM in Frankreich 1998) habe ich mir sogar ein paar Tage Urlaub genommen, um wirklich alle Spiele zu sehen. Doch bei den letzten drei war es komplett anders. Es ging mit der WM in Russland los. Irgendwie fühlte sich das schon sehr seltsam an, es ging weniger um Sport als mehr um Funktionäre und Politiker. Hier habe ich schon kaum ein Spiel geschaut.
Dann die Vergabe an das „Fußball-Traditionsland“ Katar – hier wurden Stadien von modernen Sklaven erbaut, in denen nie wieder große Turniere stattfinden werden. Zudem die Verschiebung in den Winter. Was für ein Schwachsinn. Und alles nur, damit Infantino und seine FIFA den Arsch vergoldet bekommen.
Hier habe ich bewusst kein Spiel geschaut und bin auch vom Public Viewing „geflüchtet“, sobald die Spiele losgingen.
Nun also in Nordamerika. Bis auf Mexiko nicht wirklich Fußball-Nationen. Aber aufgezogen wie US Sports. Hauptsache Entertainment, wen interessiert schon der Sport. Auch hier konnte ich mich nicht mehr dazu durchringen, ein Spiel bewusst zu schauen (bei einem Geburtstag lief das, da bekam ich etwas mit).
Für mich hat die FIFA den Sport kaputt gemacht. Alles, was zu Geld zu machen war, wurde zu Geld gemacht. Hier gilt nur noch der Mammon. Ganz ehrlich – dann schaue ich mir lieber ein ordentliches Kreisliga-Spiel an.
Immerhin ist die nächste WM in Saudi-Arabien – noch so ein Land mit langer Fußball-Tradition.
Schützenfest
Anfang Juli war es wieder soweit. Schützenfest der St. Johannes Schützenbruderschaft zu Altenberge im mittlerweile 349. Jahr des Bestehens. Mag für viele, insbesondere Städter, seltsam sein – aber ich mag das. Hier treffe ich Freunde, die ich aus diversen Gründen (Entfernung, Job, Zeit und alles zusammen) nur einmal im Jahr sehr. Und daher ist das so besonders.
Ja, früher habe ich oft von Donnerstag bis Montag mitgemacht, aber dieses Jahr waren es nur Freitag und Samstag, die möglich waren. Aber besser als nichts. Freitag war Jugendabend, tatsächlich der beste seit Jahren – weil für die Jugend mehr geboten wurde als ein einfacher DJ. Zwei 22 Fuß-Container waren zusammengepackt, DJ-Pult, Boxen und Licht rein und fertig war der Schützenbunker für eine üble Techno-Party. Definitiv nicht mein Ding, aber ich war ja auch nicht die Zielgruppe. Samstag hatte ich Geburtstag. Was nach vielen Runden auf dem Zelt klang, war entspannt ein Frühschoppen mit dem Freundeskreis vor dem Antreten bei meinen Eltern im Garten. Danach der ganze Spaß mit Marschieren, Schießen, Bier und Königsball.
PunkRock Raduno
Mitte Juli zog es mich wieder nach Bergamo. Zum zweiten Mal zu meinem mittlerweile Herzens-Festival. Punkrock und Pasta bei bestem Wetter – was kann es schöneres geben. Dazu habe ich einen separaten Artikel geschrieben.
Weltturbojugendtage
Auch zum jährlichen Treffen der Turbojungend-Familie gibt es einen eigenen Artikel. Es waren wieder ein paar Tage für Herz und Seele. Leider habe ich feststellen müssen, dass größere Konzerte mit dem ganzen Geblitzt mittlerweile nix mehr für mich sind, aber ich hatte ja genug Alternativen, um mich mit Leuten zu treffen.
San Hejmo
Mal etwas ganz anderes. Bei diesem Festival in Weeze durfte ich für 1LIVE arbeiten – und ein Festival mit 75.000 Gästen aus der Produktionsperspektive kennen zu lernen ist auch mal spektakulär. Unheimlich harmonisch und friedlich. Und das, obwohl einige trotz der 35 Grad sich ordentlich einen rein gestellt haben.

Spaß mit Kraftfahrzeugen
Wer ein Kraftfahrzeug sein eigen nennt, hat eigentlich immer was zu erzählen. Ich habe seit acht Jahren „nur“ Fahrzeuge im Leasing und hatte bisher eigentlich keinen Stress damit – aber nun stand nach zweimal vier Jahren die Rückgabe meines zweiten KIA Sportage an.
Leasing-Rückgabe
Ich hatte vor acht Jahren einen KIA Sportage über das Autohaus GECA (Ruhrdeichgruppe) bezogen. Als vor vier Jahren das erste Leasing auslief, habe ich den Wagen beim Autohaus abgegeben und das neue Fahrzeug dort übernommen. Weitestgehend problemfrei. Nun haben die sich aber dermaßen albern angestellt und sich geweigert, sich um die Rückführung zu kümmern, da ich ja keinen neuen KIA bestellt habe – ich solle mich selbst kümmern, das wäre denen egal. Chaoshaufen – aber die bekommen nochmal ihren eigenen Artikel hier.
Neufahrzeug lässt auf sich warten
Eigentlich sollte mein Neufahrzeug, ein Leapmotor B10, Ende Juli zur Verfügung stehen. Da dem nicht so war, bekam ich vom Autohaus Parc France (ebenfalls Ruhrdeichgruppe) einen Opel Crossland als Ersatzfahrzeug gestellt. Ende August sollte der B10 dann kommen. Zwischenzeitliche Nachfragen ergaben aber reichlich wenig Informationen, dabei hätte auch ein „wir wissen gerade nichts genaueres“ schon geholfen. Ende August hieß es dann „es kann noch bis zu vier Wochen dauern“…. Ich bin mal gespannt.
Was mich sonst bewegt
Es ist soweit – ich werde alt. Oder vielmehr die Beziehungen in meinem Umfeld. Am vergangenen Wochenende war ich auf einer Silberhochzeit im Freundeskreis. Mit der selben Clique, dem selben DJ und vor allem den selben Songs wie vor 25 Jahren. Was für eine geile Party. Dabei wurde u.a. dieses alte Bild aus gemeinsamen Musiktagen wieder ausgegraben:

Kritisch: Politik und Gesundheit
Der Rechtsruck hält weiter an. Nach der katastrophalen Wahl in Sachsen-Anhalt stehen CDU und SPD immer noch hilflos da und verstehen die Welt nicht mehr. Mittlerweile hat es auch noch einen Dämpfer bei der Kommunalwahl in Niedersachsen gegeben.
Ansonsten geht mir meine Gesundheit auf den Keks. Neben dem kaputten Knie ist nun auch der rechte Arm in Mitleidenschaft gezogen und wohl eine Sehne entzündet – Mucke machen geht also momentan auch nicht. Oder nur mit Schmerzmitteln.
Mal sehen, was der Herbst an Überraschungen bereit hält…


