Weltturbojugendtage 2026

Tach zusammen! Die Weltturbojugendtage 2026 sind rum, und wie jedes Jahr gilt: Es war wieder ein Fest. Und wieder zu wenig geschlafen.

Der Mittwoch als Soft Opening

Dieses Mal bin ich schon mittwochs angereist. Musste eh meinen Leasingwagen in Dorfmark zurückgeben, mitten in der Lüneburger Heide, und von da sind es dann noch gut anderthalb Stunden nach Hamburg. Mittags angekommen, erstmal Fischbrötchen, kurz hingelegt, abends dann eine ehemalige Kollegin getroffen. Danach dachte ich mir, guckst du kurz in der Doppelschicht vorbei, um den ersten Kutten Hallo zu sagen.

Sollte ein kurzer Abstecher werden. Wurde ein Soft Opening mit immer mehr Leuten, und irgendwann bin ich morgens um sieben aus dem Goldenen Handschuh gestolpert – am Donnerstag, wohlgemerkt, bevor das Festival überhaupt offiziell losging. Aber bis dahin war es schon richtig gut mit den ersten Kutten, die auch schon vor Ort waren.

Donnerstag: Tiki Thursday im Eisgewand

Mittags erstmal mit Sektfrühstück gestartet, um 15 Uhr dann auf den Spielbudenplatz, wo der eigentliche Spaß losging. Tiki Thursday, im Eisgewand, wieder unfassbar lustig, weil ständig mehr Leute dazukamen. Man sitzt, man quatscht, man tauscht Patches, man quatscht weiter. Viele sieht man ja nur einmal im Jahr, und dann wird eben ein Jahr aufgeholt.

Abends ging’s dann ins Molotow zum ersten Konzert, und da musste ich mir ehrlich eingestehen: Konzerte sind nicht mehr so meins. Überall Geblitze. Früher gab’s Stroboskope auf Raves, mittlerweile scheint jede Rockband der Meinung zu sein, das gehöre auch auf die Bühne. Mir ist das zu viel. Bin dann nur kurz geblieben und lieber weiter durch die Kneipen gezogen – Old Sailor, Doppelschicht, Hongkong, am Ende wieder zurück im Handschuh. So ging’s bis tief in die Nacht, Freitagmorgen um sieben war ich wieder im Hotel. Gleiches Spiel wie am Tag davor.

Freitag: Turbonegro und eine völlig überforderte Theke

Wieder entspannt mit Sektfrühstück gestartet, dieses Mal im Miller, ab Nachmittag ging’s dann richtig los. Abends erstmal mit zwei Freundinnen in eine Ecke zurückgezogen und fast drei Stunden am Stück gequatscht – auch das gehört dazu, und es war schön.

Dann ging’s ins Docks, weil Turbonegro einfach mehr Leute zieht, als ins Molotow passen. Docks heißt: noch wärmer, noch heißer, noch schwitziger, keine Luft im Raum. Und natürlich wieder Geblitze. Das eigentliche Problem war aber die Theke: über eine Viertelstunde angestanden, ohne dass sich überhaupt etwas bewegt hat. Die Thekenkräfte waren schlicht überfordert – da wäre locker doppelt so viel Umsatz drin gewesen, wenn Leute gestanden hätten, die wissen, was sie tun. Gerettet hat mich am Ende jemand aus dem Außenbereich, der mir einfach ein Bier rübergereicht hat, sonst wäre ich da verdurstet.

Nach dem Konzert erstmal duschen, klitschnass geschwitzt. Aber auch hier: Konzerte brauche ich nächstes Jahr nicht mehr, das Thema ist durch.

Samstag: Das Boot macht den Unterschied

Danach noch ein bisschen durch die Kneipen, aber schon um drei Uhr im Bett – für Turbojugend-Verhältnisse fast schon diszipliniert. Und das hat sich ausgezahlt: Zum ersten Mal überhaupt habe ich es samstags zur Mittelfinger Morning Madness in der Gemütlichen Ecke geschafft, organisiert von der Turbojugend Hafenkante. Sonst falle ich ja quasi aus dem Bett direkt ins Boot und bin entsprechend angeschlagen. Dieses Mal: ausgeschlafen, gut gelaunt, vorher noch zwei Bierchen und einen hervorragenden Kümmel intus.

Und dann das Boot durch den Hafen – hervorragende Bands, und vor allem: kein Geblitze, dafür frische Luft. Genau das macht dann wieder richtig Spaß. Danach nochmal in die Kneipen, wollte mir eigentlich noch The Good, The Bad and The Zugly angucken, aber wieder dasselbe Thema: zu warm, zu viel Blitzlicht. Immerhin gab’s im Molotow auf dem Klo Plastikbecher, mit denen man sich literweise Wasser holen konnte. Am Ende war trotzdem um ein, zwei Uhr Schluss.

Fazit

Sonntagmittag ging’s dann wieder nach Hause, früh raus, Sachen gepackt, um zwölf im Zug. Aber es war wieder toll, so viele Leute zu treffen. Beim Konzertthema bin ich, glaube ich, durch – aber ich fahre ja in erster Linie wegen der Leute hin, und dafür hat es sich auf jeden Fall gelohnt. Nächstes Jahr geht’s wieder nach Hamburg, wahrscheinlich wieder mittwochs an- und sonntags abreisen. Steht schon fest im Kalender.

In diesem Sinne: GET ERECTION.

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