Heads of State – Solides Popcorn-Kino mit Elba und Cena
Manchmal braucht man einfach einen Film, der keine großen Ansprüche stellt, aber trotzdem unterhält. „Heads of State“ mit Idris Elba und John Cena ist genau das: solides Popcorn-Kino, das weiß, was es ist, und genau das auch liefert. Seit Juli 2025 auf Prime Video verfügbar, bedient der Film alle Action-Klischees nicht nur pflichtbewusst, sondern zieht sie ab und an auch herrlich durch den Kakao.
Worum geht’s?
Die Prämisse ist schnell erzählt: Der britische Premierminister Sam Clarke (Idris Elba) und der frisch gewählte US-Präsident Will Derringer (John Cena) können sich nicht ausstehen. Clarke ist der pflichtbewusste Politiker mit militärischem Hintergrund, Derringer ein ehemaliger Action-Filmstar ohne politische Erfahrung. Ihre öffentliche Rivalität belastet das Verhältnis zwischen Großbritannien und den USA.
Um ein Zeichen zu setzen, sollen sie sich nach einem diplomatischen Event die Air Force One teilen. Doch dann wird das Flugzeug von einem russischen Waffenhändler abgeschossen. Plötzlich sind beide auf sich allein gestellt, müssen zusammenarbeiten und eine globale Verschwörung aufdecken, die die freie Welt bedroht. Mit Hilfe der MI6-Agentin Noel Bisset (Priyanka Chopra) beginnt eine wilde Jagd quer durch Europa.
Buddy-Movie trifft Action-Klischees
„Heads of State“ ist in erster Linie ein klassisches Buddy-Movie. Zwei unterschiedliche Typen, die sich anfangs nicht leiden können, müssen gemeinsam eine Mission überstehen und raufen sich dabei zusammen. Das kennt man aus unzähligen Filmen der 90er Jahre – und genau diese Nostalgie bedient der Film auch.
Regisseur Ilya Naishuller (bekannt durch „Hardcore Henry“ und „Nobody“) liefert die erwartete Action: Verfolgungsjagden, Schießereien, Explosionen, Stunts. Alles ist dabei, was man von einem solchen Film erwartet. Und ja, vieles davon ist vorhersehbar. Aber „Heads of State“ nimmt sich selbst nicht ganz so ernst, und genau das macht ihn sympathisch.
Besonders das gegenseitige Gefrotzel zwischen Idris Elba und John Cena ist sehr amüsant. Elba spielt den smarten, etwas arroganten Premier mit britischem Charme, während Cena den gutmütigen, aber unsicheren Präsidenten gibt, der ständig beweisen muss, dass er mehr ist als nur ein Actionheld. Die Chemie zwischen beiden stimmt, und ihre Dialoge sind oft herrlich bissig.
Der Film weiß genau, welche Klischees er bedient – und spielt bewusst damit. Wenn Cena als Ex-Actionstar plötzlich doch seine Filmfähigkeiten unter Beweis stellen muss, ist das augenzwinkernd gemeint. Wenn Elba als britischer Premier stoisch die Ruhe bewahrt, während um ihn herum alles explodiert, ist das fast schon selbstironisch.
Action mit Augenzwinkern
Die Actionszenen sind solide inszeniert. Von der Flugzeugabsturz-Sequenz über diverse Schießereien bis hin zu einer spektakulären Verfolgungsjagd durch Italien – „Heads of State“ liefert visuell ab. Die Stunts sind gut choreografiert, und Naishuller zeigt, dass er sein Handwerk versteht.
Priyanka Chopra als MI6-Agentin sorgt für zusätzliche Action-Power und spielt ihre Rolle mit der nötigen Härte. Auch die Nebendarsteller wie Paddy Considine als russischer Waffenhändler oder Jack Quaid als CIA-Agent fügen sich gut ins Ensemble ein.
Klar, der Film ist keine große Kunst. Die Handlung ist vorhersehbar, die Bösewichte sind generisch, und manche Wendungen sieht man kommen, bevor sie passieren. Aber darum geht es hier auch nicht. „Heads of State“ will unterhalten, nicht preisverdächtig sein.
Gelungene Mischung aus Buddy-Movie und Action
Was „Heads of State“ am Ende auszeichnet, ist die Mischung: Es ist ein Buddy-Movie mit genug Action, um nie langweilig zu werden, und genug Humor, um nicht in reinem Krawall-Kino zu versinken. Die Dynamik zwischen Elba und Cena trägt den Film, und ihre Entwicklung von Rivalen zu Verbündeten funktioniert, auch wenn sie nicht sonderlich originell ist.
Der Film hat auch ein paar schwächere Momente. Manche Effekte wirken etwas billig, und gegen Ende zieht sich die Handlung stellenweise. Mit 113 Minuten hätte man vielleicht zehn Minuten kürzen können. Aber insgesamt bleibt „Heads of State“ kurzweilig und macht Spaß.
Fazit
„Heads of State“ mit Idris Elba und John Cena ist genau das, wonach es aussieht: ein unterhaltsamer Action-Film, der nicht vorgibt, mehr zu sein. Wer Lust auf ein lockeres Buddy-Movie mit ordentlich Action, Explosionen und dem charmanten Gefrotzel zweier charismatischer Hauptdarsteller hat, liegt hier richtig.
Anspruchsvolles Kino? Nein. Solides Popcorn-Kino für einen entspannten Filmabend? Absolut. Und manchmal ist genau das völlig ausreichend.


