Meine Güte, Alexander Dobrindt hätte nicht besser ins Jahr starten können. Endlich ein Anschlag von „Linksextremisten“ – er hat die Gefahr ja schon immer gesehen. Und nun die Anschläge auf das Berliner Stromnetz. Der Mann konnte wahrscheinlich nicht mehr aufhören zu grinsen.
Ich will nicht wie ein Verschwörungstheoretiker daherkommen, aber ich frage mich die ganze Zeit, was Linke davon haben können, dass die Leute frieren? Nix. Der Staat bzw. die Stadt Berlin wirkt überfordert, die Bürger verlieren das Vertrauen – in staatliche Strukturen und damit auch in die regierenden Parteien? Wem nützt das wohl am meisten? Den Linken? Wohl eher nicht.
Die merkwürdige AfD-Anfrage
Und ist es nicht seltsam, dass die AfD bei einer kleinen Anfrage im Sommer letzten Jahres sehr konkret nach kritischer Energie-Infrastruktur gefragt hat? In der Drucksache 19/19161 vom 21. Mai 2024 hatte der AfD-Abgeordnete Frank-Christian Hansel Fragen zu „Spannungs- und Stromversorgungsschwankungen in Berlin“ gestellt. Zwar nennt das Dokument keine konkreten Schwachstellen oder Lagepläne – aber der Zeitpunkt ist schon interessant, oder?
Und dann die Täter: die „Vulkangruppe“ – seit 7 Jahren hat man nichts mehr von denen gehört. Warum sollten sie ausgerechnet jetzt wieder aktiv werden?
Ich vermute stark, dass das eine False Flag Operation der Russen ist – wer sonst hätte Interesse an einer Destabilisierung? Die ganze Chose passt einfach zu gut ins Schema der hybriden Kriegsführung.
Dobrindts Überwachungsphantasien werden wahr
Und Alexander Dobrindt? Hat wahrscheinlich schon feuchte Träume von Totalüberwachung, Rasterfahndung, Vorratsdatenspeicherung und wovon CSU-Innenpolitiker sonst noch träumen; ich will’s gar nicht wissen. Er fordert jetzt natürlich direkt „umfassende Sicherheitspakete“ mit massiv erhöhten Ermittlungsbefugnissen im digitalen Raum. Wie praktisch.
Aber das linke Spektrum ist halt ein dankbares Ziel. Ideologiebedingt zu sehr zerstritten, um sich kollektiv zu wehren und die Konservativen haben endlich mal wieder etwas gegen ihren Lieblingsfeind in der Hand. Als ob ein „Bekennerschreiben“ ausreicht, um die Tat schlüssig jemandem zuzuordnen. Wenn das so ist, fange ich sofort als Autor von Bekennerschreiben an und besorge mir ein paar CSU-Briefbögen…


