Ich bin jahrelang Ferienlager gefahren. Lagerfeuer, Nachtwanderung, irgendwer hat immer Heimweh, irgendwer immer Durchfall. Und ich hab's geliebt.
Jetzt gibt es das Ganze in Ostholstein für Erwachsene. Das Camp Breakout in Süsel: drei Tage, Handy wird abgegeben, man bekommt einen Campnamen und darf nicht über seinen Job reden.
Nicht über den Job reden. Für manche Leute ist das härter als drei Tage ohne Instagram.
Laut NDR gehen gerade die unter 40-Jährigen bewusster offline. Die Postbank hat das in ihrer Digitalstudie 2026 gemessen. Die Generation „always on“ sucht also den Aus-Knopf. Und findet ihn ausgerechnet im Ferienlager.
Ehrlich? Ich hätte Bock. Bogenschießen statt Slack, Stockbrot statt Standup. Die Frage ist nur: Wer spielt die Betreuer? Und gibt's abends Disco im Gemeinschaftsraum?
Urheberrechts-Hinweis: Die Rechte an den gezeigten Inhalten liegen bei den jeweiligen Urhebern. Ich beanspruche kein Urheberrecht daran und teile den Beitrag als Fundstück mit Verweis auf das Original. Wer als Rechteinhaber etwas dagegen hat: kurze Nachricht genügt, dann nehme ich es raus.